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Siemerling-Sozialpreis geht an engagierten Musiker
Das Kuratorium der Dreikönigsstiftung des Neubrandenburger Dreikönigsvereins zeichnet den Landesposaunenwart von Mecklenburg-Vorpommern, Martin Huss aus Barkow bei Plau am See, mit dem Siemerling-Sozialpreis 2026 aus. Damit ehrt die Stiftung das langjährige Engagement des Kirchenmusikers, das weit über seine beruflichen Verpflichtungen hinausgeht. Seit mehr als 26 Jahren baut der Deutsch-Argentinier das Posaunenwerk im Nordosten unter dem Motto „Wir musizieren zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen“ auf und begeistert Menschen für die Musik. Martin Huss besitzt die Gabe, Jung und Alt zu motivieren, sich auf die Musik einzulassen und selbst zum Instrument zu greifen. Er hat in den Posaunenchören eine Aufbruchsstimmung erzeugt, die bis heute nicht an Wirkung verloren hat.
Damit fördert er den sozialen Zusammenhalt insbesondere im ländlichen Raum. Für seine vielfältige ehrenamtliche Arbeit opfert der Landesposaunenwart freiwillig viel Zeit. Er betreut nicht nur mehrere Posaunenchöre, er organisiert und begleitet auch Reisen, Konzerte, Wochenendveranstaltungen und Freizeiten.
„Martin Huss ist mit seiner Arbeit ein Beispiel dafür, dass Musik Menschen zusammenbringen, Gemeinschaft stiften und nicht nur in den Zentren gelebt werden kann. Seit Jahrzehnten begeistert und animiert er Menschen über Generationen und Regionen hinweg zum Miteinander nicht nur bei geistlicher Musik. Für dieses zutiefst soziale Wirken hat Martin Huss den Siemerling-Sozialpreis mehr als verdient“, sagt Matthias Crone, der Vorsitzende des Kuratoriums der Dreikönigsstiftung.
Der seit 1994 verliehene Siemerling-Sozialpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Zudem erhalten die Geehrten die von dem Franziskanerpater Laurentius Englisch geschaffene wertvolle Bronzeplastik „Das Lamm im offenen Buch“. Zuletzt hatte das Kuratorium der Dreikönigsstiftung 2025 das Engagement von Stefan Baerens als Leiter des von der Caritas getragenen Schullandheimes im Schloss Dreilützow mit dem Siemerling-Sozialpreis gewürdigt.
Martin Huss wird die Auszeichnung am 15. Juni 2026 in Neubrandenburg verliehen.

Nullkommaviel - Spende für den Ambulanten Hospizdienst
Auf die Ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und Hospizhelfer des Ambulanten Hospizdienstes der Dreikönigshospiz gGmbH wartete am Montag, den 02.03 2026 eine Überraschung.
Eine der Ehrenamtlichen hatte bei Ihrem Arbeitgeber, der DAK-Gesundheit, einen Spendenvorschlag eingereicht. Bei der DAK gibt es schon seit 2014 für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Ruheständler die Möglichkeit, jeweils die Cents hinter dem Komma ihres Überweisungsauftrages vom Gehaltsscheck für einen guten Zweck zu spenden. Seit 2020 besteht zudem die Möglichkeit, die monatliche Spendensumme zu erweitern. Die Aktion heißt bezeichnenderweise Nullkommaviel.
ln diesem Rahmen kam für den Ambulanten Hospizdienst eine Spendensumme in Höhe von 2170,83 Euro zustande, die Frau Tiede, Leiterin des Service Zentrums der DAK Neubrandenburg, feierlich vor der monatlichen Weiterbildung der Ehrenamtlichen gemeinsam mit Frau Katrin Ehrt, eine unserer Ehrenamtlichen, überreichte. Die Ehrenamtlichen sind einfach begeistert, denn auch der Ambulante Hospizdienst ist auf Spendenzuschüsse angewiesen.
Im Vorfeld war mit der Geschäftsführung besprochen worden, für welche Projekte des Ambulanten Hospizdienstes das Geld eingesetzt werden könnte. Das betrifft unter anderem die Weiterbildung der zur Zeit 49 einsatzbereiten Ehrenamtlichen Hospizhelferinnen in Neubrandenburg. Sie begleiten Menschen und deren An- und Zugehörige in der schweren Zeit des Abschiednehmens vorwiegend psychosozial.
Wir sind der DAK und den spendenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Herzen dankbar, denn unser Dienst wurde mit dieser Spende sehr gesehen und wertgeschätzt.
Heike Albrecht

Dreikönigstreffen 2026 mit Karl-Josef Laumann
Aufgeregt schwirrten die Sternsinger und die Dreikönigssinger nach ihrem großen Auftritt durch das Foyer des Hauses der Kultur und Bildung in Neubrandenburg. Gerade erst hatten sie beim Benefizabend des Dreikönigsvereins am 6. Januar 530 Gäste mit ihrem Gesang begeistert. Die Sternsinger und die Mädchen und Jungen der Evangelischen Schule St. Marien begleiteten den Verein den gesamten Nachmittag: Sie segneten das Dreikönigshospiz und begleiteten die Spendenübergabe im Marktplatz-Center.
Trotz aller wirtschaftlichen Probleme von Firmen und Bürgern konnte der Vereinsvorsitzende Matthias Crone erneut eine respektable Spendensumme von 60.000 Euro verkünden, die als Eigenbeitrag in die Finanzierung des Dreikönigshospizes eingebracht wird.
Es sei eine Freude, sagte er in seiner Begrüßung, dass sich so viele Menschen versammelten, „die mit weitem Herzen durch unermüdliche freiwillige Mitarbeit und großzügige Spenden vor allem die Möglichkeiten der ambulanten und stationären Hospizarbeit verbessert haben.“
Die Spendensumme wurde noch am Abend aufgestockt: Nach ihrem Grußwort übergab Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) der Geschäftsführerin des Hospizes, Beate Gogacz, symbolisch 1000 Euro, das Ergebnis einer Sammelaktion der Mitarbeiter der Staatskanzlei Ende 2025 zugunsten der Hospize in Schwerin und Neubrandenburg.
Manuela Schwesig erinnerte an den 2024 überraschend verstorbenen Spiritus rector des Vereins, Rainer Prachtl, der große Fußspuren hinterlassen habe. Auch Neubrandenburgs OB Nico Klose würdigte den Vereinsgründer. Klose gab bekannt, dass im März ein „Rainer-Prachtl- Weg“ in der Vier-Tore-Stadt eingeweiht werde.
Als Festredner war Karl-Josef Laumann eingeladen: ein Urgestein der CDU, einer der wichtigsten Sozialpolitiker der Union, seit 2017 Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen.
Der 68-Jährige rückte die christliche Soziallehre als zentralen Wertekanon unseres Zusammenlebens in den Mittelpunkt. Laumann vermied die politische Attacke weitgehend, ohne zu verbergen, dass er für eine tolerante Gesellschaft stehe. Vor dem Hintergrund des Streits um die Migrationspolitik erinnerte er daran, dass in NRW „keine Klinik funktionieren würde ohne Menschen, die nicht in NRW geboren sind.“
Der Abend wurde traditionell festlich umrahmt vom Jugend-Sinfonie-Orchester der Kreismusikschule Kon.centus.

Zwei Neubrandenburger Schülerinnen mit Dreikönigspreis ausgezeichnet
Charlyne Fredrich und Carolin Bauer sind stellvertretend für die Mitglieder der Jugend AG Neubrandenburg mit dem Dreikönigspreis ausgezeichnet worden. Die jungen Frauen, beide 19 Jahre alt, engagierten sich gemeinsam mit weiteren Jugendlichen im besonderen Maße für die Entwicklung neuer Beteiligungsformate, um junge Leute in kommunale Entscheidungsprozesse in der Stadt Neubrandenburg einzubinden. „Unserer Meinung nach ist Teilhabe ein wesentliches Merkmal einer freiheitlich demokratischen Ordnung, weshalb die Jury einstimmig für die Preisträgerinnen votierte. Das Engagement der Geehrten erfüllt in besonderem Maße das Anliegen der Stifter des Dreikönigspreises“, erklärte Holger Mieth, Lehrer an der Evangelischen Schule Neubrandenburg (EVA).
Charlyne Fredrich und Carolin Bauer haben im Sommer 2025 die Schule abgeschlossen. Zum Zeitpunkt der Antragstellung waren sie Schülerinnen der IGS "Vier Tore". Der Preis wurde im Rahmen des Weihnachtskonzertes der EVA im Beisein von Matthias Crone, Vorsitzender des Dreikönigsvereins Neubrandenburg, in der vollbesetzten Kirche St. Johannis übergeben.
Die beiden Preisträgerinnen waren aktiv in der Jugend AG Neubrandenburg tätig, die aus engagierten Kindern und Jugendlichen weiterführender Schulen der Stadt besteht. „Das Engagement der jungen Leute ist ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Demokratie und zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Neubrandenburg. Durch das Engagement werden neue Beteiligungsformate entwickelt, Zusammenarbeit mit Verwaltung und Politik gestärkt, was die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen fördert, um Neubrandenburg auch für diese Generation zu einem lebens- und liebenswerten Ort zu machen“, zitierte Holger Mieth bei der Verleihung aus der Entscheidung der Jury.
Matthias Crone würdigte in seiner Ansprache den Einsatz der jungen Preisträgerinnen. Sie hätten die Haltung gezeigt, die schon im Alten Testament der Bibel empfohlen werde: „Suchet der Stadt Bestes, denn wenn es ihr wohl geht, dann geht’s euch auch wohl.“ Freiheitliche Demokratie könne nur gelingen durch den freiwilligen Einsatz demokratischer Bürger.
Der Preis ist vor elf Jahren gemeinsam vom Neubrandenburger Dreikönigsverein und der Evangelischen Schule gestiftet worden. Nach einer Corona-Pause ist er in diesem Jahr zum achten Mal vergeben worden. Der Dreikönigspreis ist mit einer Einmalzahlung von 500 Euro verbunden.
Andacht
An jedem 2. Mittwoch im Monat wurde bis 2020 eine Andacht in der Dreikönigskapelle des Dreikönigshospizes, Lindenstraße 12 in Neubrandenburg gehalten. Die Tradition dieser Andachten wird zu bestimmten Anlässen fortgeführt.
Eingeladen sind Besucher des Hospizes, die Verwandte und Freunde begleitet haben, außerdem alle Kranken und Trauernden sowie die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des stationären und ambulanten Hospizes. Ebenso herzlich sind alle eingeladen, die zum Gebet und Erinnern kommen möchten. Die erste Andacht in der neuen Kapelle wurde vom Vorsitzenden des Dreikönigsvereins am 9. Oktober 2013 geleitet. Weitere Personen des öffentlichen Lebens und auch Vereinsmitglieder haben sich für diese Aufgabe zur Verfügung gestellt.
