Die heiligen drei Könige
Von den Hl. Drei Königen hören wir erstmalig in der Kindheitsgeschichte Jesu (Mt 2, 1-12): der Besuch morgenländischer Magier beim Messiaskind. Ob mit den nach Jerusalem gekommenen „Weisen“ persische Priester oder babylonische Astrologen (Magier) gemeint sind, muss dahin gestellt bleiben. Ihre Heimat ist „ im Osten“ und kann Arabien, Mesopotamien, Babylonien und Persien sein. Nach den von ihnen mitgebrachten Geschenken, die sämtlich Kostbarkeiten Arabiens sind, zu urteilen, wären die Weisen in Arabien beheimatet. In der Anbetung der Magier erfüllen sich die messianischen Verheißungen über die Huldigung der Völker an den Gott Israels.
Auf die Dreizahl ”Drei Könige” wird wohl ausschließlich aus der Zahl ihrer Geschenke, Gold, Weihrauch, Myrrhe, geschlossen. Erst seit dem 6. Jh. werden als ihre Namen Melchior, Balthasar und Caspar (er gilt als dunkelhäutig) erwähnt. Sie werden auch als Vertreter Europas, Asiens und Afrikas betrachtet. Aus Mailand kamen ihre Gebeine 1164 nach Köln. 1248 war Baubeginn der den drei Königen geweihten gotischen Kathedrale, die erst 1880 vollendet wurde und den kostbaren Reliquienschrein beherbergt.
Zu den Geschenken: Die Kirchenväter sahen in den Geschenken ein Sinnbild des Königtums (Gold), der Gottheit (Weihrauch) und der Passion Jesu (Myrrhe).
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